Wochenendseminar
13.02.2021 – 14.02.2021

280,00 exkl. MwSt.

Salben

Jemanden zu salben kann eine heilende, heilige oder heiligende Handlung sein. Eine Salbe gibt auf Grund ihrer Zusammensetzung sozusagen der reinen (heilenden) Berührung (= Behandlung) eine konkrete Richtung.

Auf dem Weg zur einzelnen Rezeptur können wir einen Bogen durch die Zeiten spannen und aufbauend auf dem traditionellen Wissen und den Erfahrungen unserer älteren Geschwister zu neuen, für uns und unsere Zeit stimmigen Zubereitungsformen finden. Das meint ganz praktische Dinge wie die Zutaten und das Handwerk, d.h. wir werden auch ordentlich in der Salbenküche umrühren!

Dazu ein Zitat aus „Die Medizin der Erde“ von Susanne Fischer-Rizzi:

Salbenkochen ist ein heiliges Geschäft, es verlangt Konzentration und Hingabe. Es ist wie beim Brotbacken, ist man in Eile und unkonzentriert, wird das Brot bzw. die Salbe nichts. Deshalb sollten wir uns zum Salbenkochen Zeit nehmen, die Pflanzen mit Dankbarkeit ernten und sie sorgfältig zu diesem Heilmittel Salbe verarbeiten.

Zuvor braucht es aber die ebenso intensive Auseinandersetzung mit der Haut selber: prinzipiell mit den physiologischen Aufgaben und Funktionen unseres flächenmäßig größten Organs, aber immer auch ganz konkret mit der Haut als sichtbare äußere Hülle eines ganz konkreten Menschen in einer ganz konkreten Situation. Die Haut ist nicht nur das Organ des ersten Eindrucks, sondern sehr häufig ein Organ des deutlichen Ausdrucks! Diese Ausdrucksformen verstehen zu lernen, in diesem Buch bzw. quasi auf diesem Buch die Sprache der Seele lesen zu lernen, ist nicht nur eine spannende sondern auch eine außerordentlich lohnende Aufgabe. Wenn wir diese Botschaften dann in der Rezeptur einer Salbe sozusagen beantworten können, dann kann aus einer nichts sagenden oberflächlichen Beschwichtigung ein heilsamer Impuls für den ganzen Menschen werden.

Ort: Hotel Sperlhof, Windischgarsten/OÖ
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