TEM-AKADEMIE

AKADEMIE FÜR TRADITIONELLE EUROPÄISCHE MEDIZIN GMBH

DE | EN

Fortbildung 6 | 2018 – 2021

zurück


Modul 1 | Grundlagen


10.11.2018 bis 11.11.2018 - € 280,00 exkl. MwSt.

Altes Wissen – Neue Wissenschaft | Univ.-Prof. Dr. Herbert Pietschmann

Mit der Erfindung der Naturwissenschaft im 17. Jahrhundert hat sich in unserer Kultur ein Denkrahmen entwickelt, der auf vier Säulen ruht:

1. Alles messen (Galilei)
2. Alles in kleinste Teile zerlegen (Descartes)
3. Immer Entweder-Oder (Aristoteles)
4. Überall Ursachen finden (Newton)

Durch den überragenden Erfolg dieses Denkrahmens, vor allem in der Technik,  wurde er zum alleinigen Erfolgskonzept erwählt und alle anderen Formen des Denkens werden unterdrückt. Damit ist viel altes Wissen verloren gegangen.

Heute gilt es, sich der anderen Denkformen, die auch in unserer Kultur entwickelt worden sind, wieder zu besinnen, um sie neben dem beschriebenen Denkrahmen dort gelten zu lassen, wo sie vernünftiger anwendbar sind. Dies gilt insbesondere im Bereich des Menschen, seiner Interessen, aber auch seiner Gesundheit.

Ort: Hotel Sperlhof, Windischgarsten/OÖ


Anmeldung

12.01.2019 bis 13.01.2019 - € 280,00 exkl. MwSt.

Geschichte der TEM | Dr. Karl-Heinz Steinmetz

Zur TEM gehört, wie der Name sagt, die „Tradition". Das Seminar beleuchtet daher die wichtigsten Stationen der Geschichte der TEM, die man kennen sollte: Erste Zeugnisse seit der Jungsteinzeit gewährt die Archäologie, schriftliche Zeugnisse liegen seit Hippokrates von Kos vor. Die Medizin der griechischen Schulen und des Galen von Pergamon wurde dreifach weitergegeben: über Persien, Byzanz und Rom. Die nächste Etappe der TEM ist die sogenannte „Klostermedizin“. Ab 1200 erfolgte die Akademisierung der TEM als Universitätsmedizin, daneben blühte eine inoffizielle Volksmedizin. Einen wichtigen Reformimpuls verdankt die TEM dem Arzt und Philosophen Paracelsus. Das Seminar bespricht dann abschließend die „Naturheilkunde“ des 19. Jahrhundert, als Vorläufer der heutigen TEM. Das Seminar macht diese Geschichte nicht nur durch Theorie sondern auch durch praktische Anwendungen, Musik und Filmbeispiele anschaulich.

Ort: Hotel Sperlhof, Windischgarsten/OÖ


Anmeldung

16.02.2019 bis 17.02.2019 - € 280,00 exkl. MwSt.

Griechische Mythologie | Dr. Claudia Müller-Ebeling & Dr. Christian Rätsch

Nähere Informationen folgen in Kürze!

Ort: Hotel Sperlhof, Windischgarsten/OÖ


Anmeldung

16.03.2019 bis 17.03.2019 - € 280,00 exkl. MwSt.

Wege der Überlieferung | Peter Hochmeier

In den westlichen und östlichen heilkundlichen Traditionen stellt jene "Kunst" einen Kernaspekt dar, welche wir allgemein als "Spagyrik" oder auch als "Alchymie" bezeichnen. Beide Begriffe sind gleichbedeutend, der erste stammt aus dem griechischen, der letztere vermutlich aus dem zentralasiatischen Raum, wo noch heute in einem Dialekt "i-kymia" für "Trinkgold" steht, also die Kunst nach einem ihrer höchsten Produkte, dem Aurum Potabile benannt wurde.

Im Abendland wird in diesem Zusammenhang gerne Paracelsus zitiert, welcher in einer langen Reihe Kundiger, vor ihm und nach ihm stand und der wegen seiner aussagekräftigen Formulierungen beliebt ist. Solch ein paracelsisches Zitate-Konglomerat ist durchaus geeignet, die Sache zu beschreiben, i.e.:

"Drum so lern Spagyria, die sonst genannt Alchymia, die lernt das Rechte scheiden vom Falschen. Alchymie, das ist die Kunst des rechten Umgangs mit den Dingen der Natur. Welcher ist ein Alchymist? Der Ackermann, der Rebenmann, der Bäcker, der Weber und alle jene, welche die Dinge der Natur dem Menschen zum Nutzen bereiten. Das höchste aber ist die Arznei. Die Grundlage der Kunst ist ars signaturae, das ist die Kunst, die Zeichen an den Dingen zu erkennen. Ohne diese Kunst hat alles andere ein Loch."

So stellt die Spagyrik / Alchymie – basierend auf der Signaturenkunde – eine der vier Säulen der Heilkunst dar. Sie handelt von Naturverständnis, begreifen des Webwerks der Kräfte in Mensch, Natur und Kosmos, den Planetenkräften, den 5 Elementen, den Säften etc. und darüberhinaus von der praktischen Anwendung dieses Wissens in der Präparation von Essenzen, Quintessenzen, Elixiren und dergleichen aus den "Dingen der Natur", insbesondere Pflanzen, Mineralen und Metallen. Jener praktische Aspekt ist wesentlich und beweist gewissermaßen "im Feuer", im Tiegel oder in der Retorte die Stimmigkeit der zugrundeliegenden Naturphilosophie, welche – wiederum mit Paracelsus' Worten – "ihren Grund in der Natur haben muß – und nicht spintisierenden Köpfen entsprungen, welche ihr Wissen nur aus dem Polsterzipf ziehen".

Alchymie ist also durchaus als Kunsthandwerk zu verstehen und einzig als solches auch traditionell in hunderten authentischen Texten der letzten Jahrhunderte belegt. Es handelt sich dabei zweifellos um einen großen Schatz, welchen es innerhalb der abendländischen heilkundlichen Traditionen noch zu heben gilt und ebenso wieder in sein gebührliches Zentrum zu setzen, wie dies in den östlichen und indigenen Tradtionen bis heute der Fall ist.

Im indischen Ayurveda ist die Bezeichnung dieser Kunst Rasa Shastra, welches dieselbe Bedeutung hat, nämlich Wissen von den Naturkräften; vom Naturgeist; vom "Geschmack" bzw. vom Wirkenden in den Dingen der Natur (Rasa = Hermes; Merkur; der Naturgeist / Shastra = Wissenschaft). Gleich wie dort die Überlieferungen seit mindestens 6500 Jahren bewahrt wurden, gehen auch die abendländischen alchymistischen Traditionen soweit in der Zeit zurück, dass diese Kunst als "eine Zeitlose" bezeichnet wird, bzw. "Mutter Alchymia" als "Mutter der Heilkunst".

Ort: Hotel Sperlhof, Windischgarsten, OÖ


Anmeldung

13.04.2019 bis 14.04.2019 - € 280,00 exkl. MwSt.

Säftelehre – Humoralmedizin | Friedemann Garvelmann

Die Vier-Säfte-Lehre ist eine der unverzichtbaren und definierenden Grundlagen der TEN. Dabei dürfen die Humores (Blut, Schleim, gelbe Galle, schwarze Galle) nicht als Körperflüssigkeiten verstanden werden, sondern als Repräsentanten der qualitativen Wirkprinzipien der Natur im menschlichen Organismus: Wärme und Feuchtigkeit bzw. deren Polaritäten. Damit sind sie sowohl die stofflichen als auch energetischen Voraussetzungen für alle Funktionen der Organsysteme, sowohl im Zustand der Gesundheit als auch bei Krankheiten.

Dieses Seminar vermittelt das Basiswissen der Säftelehre als Grundlage einer ihr gemäßen, eigenen Physiologie und Pathophysiologie, als Grundlage für Diagnostik und Therapie in der TEN.

Ort: Hotel Sperlhof, Windischgarsten/OÖ


Anmeldung

11.05.2019 bis 12.05.2019 - € 280,00 exkl. MwSt.

Paracelsus und die Signaturlehre | Miriam Wiegele

„Wenn ihr Ärzte, Apotheker und Doktoren die Form, Farbe und den Geschmack aller Kräuter erfahren hättet, dann wäret ihr auf der richtige Bahn“, schrieb Paracelsus und meinte, dass es besser wäre „im Buch der Natur“ lesen zu lernen als in den „Elfenbeintürmen“ der  Studierstuben zu sitzen. „Nichts ist, was die Natur nicht gezeichnet habe und durch die Zeichen kann man erkennen, was im Gezeichneten verborgen ist“.

Dieses Modul soll dazu dienen, die Sinne für das Erkennen der Wirkung  der Heilpflanzen zu stärken. Signaturlehre ist durchaus auch in der heutigen Zeit aktuell und kann als Ergänzung zur Rationalen Phytotherapie helfen, die richtigen Heilpflanzen für den jeweiligen Patienten und seine Symptome zu finden. Vor allem beschäftigen wir uns auch mit der planetarischen Signaturlehre im Sinne von Paracelsus:   „...dass der Arzt wissen soll, dass im Menschen Sonne, Mond, Saturn, Mars, Merkur, Venus und alle Zeichen sind,...wenn er vom Grund der Arznei wissen will“.

Ort: Hotel Sperlhof, Windischgarsten/OÖ


Anmeldung

15.06.2019 bis 16.06.2019 - € 280,00 exkl. MwSt.

Verbindung zu den Wesen der Natur | Luisa Francia

An diesem Wochenende werden wir uns von den Wesen der Natur berühren lassen, um zur eigenen wilden Kraft, zur heilenden Energie zu gelangen. Bewegung in der Natur, Stimme, Rituale, Orakel führen uns tiefer in die eigene Heilkraft, in die Verbundenheit mit allem. Ich werde etwas über Sinn und Wirkung von Ritualen, über die spielerische Kraft erzählen.

Die Teilnehmenden brauchen Matte und Decke und weiche entspannte Kleidung. Enge Jeans und Strumpfhosen hindern uns daran mit unserem Körper, den Füßen, den Zehen in Verbindung zu kommen.

Ort: Hotel Sperlhof, Windischgarsten/OÖ


Anmeldung

12.08.2019 bis 17.08.2019 - € 780,00 exkl. MwSt.

Pflanzen/Exkursion | Univ.-Prof. Dr. Johannes Saukel
Praktische Phytotherapie | Miriam Wiegele


Pflanzen/Exkursion | Univ.-Prof. Dr. Johannes Saukel

Arzneipflanzen und Pharmakognosie


Praktische Phytotherapie | Miriam Wiegele

Der Einsatz pflanzlicher Arzneimittel hat in Österreich eine lange Tradition und nach wie vor einen hohen Stellenwert. Der klassische Einsatz erfolgt auf der Basis der Rationalen Phytotherapie aber auch auf der Basis der Volksmedizin in Form von Phytopharmaka. Arzneimittel aus Pflanzen werden aber auch in anderen Heilsystemen angewendet und es ist von Nutzen, sich auch mit dem Einsatz dieser Arzneimittel auseinander zu setzen: Aromatherapie, Gemmotherapie, Bach- Blütentherapie, Homöopathie und Anthroposophische Medizin. Dieses Praktikum soll dazu dienen, nach Indikationen geordnet einen Überblick und Vorschläge zur Anwendung aller pflanzlichen Arzneimittel zu vermitteln.

Ort: Hotel Sperlhof, Windischgarsten/OÖ


Anmeldung