TEM-AKADEMIE

AKADEMIE FÜR TRADITIONELLE EUROPÄISCHE MEDIZIN GMBH

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Fortbildung 5 | 2015 – 2018

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Modul 1 | Grundlagen


07.11.2015 bis 08.11.2015 - € 280,00 exkl. MwSt.

Altes Wissen – Neue Wissenschaft | Univ.-Prof. Dr. Herbert Pietschmann

Mit der Erfindung der Naturwissenschaft im 17. Jahrhundert hat sich in unserer Kultur ein Denkrahmen entwickelt, der auf vier Säulen ruht:

1. Alles messen (Galilei)
2. Alles in kleinste Teile zerlegen (Descartes)
3. Immer Entweder-Oder (Aristoteles)
4. Überall Ursachen finden (Newton)

Durch den überragenden Erfolg dieses Denkrahmens, vor allem in der Technik,  wurde er zum alleinigen Erfolgskonzept erwählt und alle anderen Formen des Denkens werden unterdrückt. Damit ist viel altes Wissen verloren gegangen.

Heute gilt es, sich der anderen Denkformen, die auch in unserer Kultur entwickelt worden sind, wieder zu besinnen, um sie neben dem beschriebenen Denkrahmen dort gelten zu lassen, wo sie vernünftiger anwendbar sind. Dies gilt insbesondere im Bereich des Menschen, seiner Interessen, aber auch seiner Gesundheit.

Anmeldung

16.01.2016 bis 17.01.2016 - € 280,00 exkl. MwSt.

Geschichte und Philosophie | Arnold Mayer

Die Geschichte der TEM reicht weit in die Menschheitsgeschichte zurück. Schon in Urzeiten entwickelte sich ein Medizinsystem, jenseits der reinen Dämonenmedizin. Etliche Indizien deuten sogar auf die Existenz eines echten Medizinsystems zu Zeiten des Neandertalers hin, dessen Erbe zu einem Teil sogar im modernen Menschen weiterlebt. Seit diesen Tagen gibt es das was wir heute TEM nennen, diese entwickelte und wandelte sich mehrfach in der Geschichte. Dabei sind die Wandlungen und Wendungen der alten Medizin nicht so tiefgreifend wie man zunächst zu glauben bereit ist, die Grundlagen blieben bis heute nahezu unverändert. Wie bei einem Baum, dessen Blattwerk und Kronenstruktur sich in permanentem Wandel befindet, die Grundstruktur und das Gesamterscheinungsbild aber sehr konstant bleiben.

Die moderne Betrachtung der Medizingeschichte kommt heute immer wieder zu der Erkenntnis, dass vermeintliche Weiterentwicklungen in der Medizin der letzten 250 Jahre, oft nur Wiederentdeckungen alten Wissens sind. Die Goethe'sche Weisheit, dass es nichts Neues unter der Sonne gäbe, kommt einem in den Sinn. Es lässt sich ein historischer Bogen von der Frühgeschichte der Menschheit bis in die neuere Zeit schlagen, eine Verbindung zu den Ursprüngen europäischer Kulturentwicklung. Die Geschichte der TEM ist auch eine Geschichte der Entwicklung von Kultur und Zivilisation und eine Geschichte des kulturellen Miteinanders.

Anmeldung

13.02.2016 bis 14.02.2016 - € 280,00 exkl. MwSt.

Säftelehre – Humoralmedizin | Friedemann Garvelmann

Die Vier-Säfte-Lehre ist eine der unverzichtbaren und definierenden Grundlagen der TEN. Dabei dürfen die Humores (Blut, Schleim, gelbe Galle, schwarze Galle) nicht als Körperflüssigkeiten verstanden werden, sondern als Repräsentanten der qualitativen Wirkprinzipien der Natur im menschlichen Organismus: Wärme und Feuchtigkeit bzw. deren Polaritäten. Damit sind sie sowohl die stofflichen als auch energetischen Voraussetzungen für alle Funktionen der Organsysteme, sowohl im Zustand der Gesundheit als auch bei Krankheiten.

Dieses Seminar vermittelt das Basiswissen der Säftelehre als Grundlage einer ihr gemäßen, eigenen Physiologie und Pathophysiologie, als Grundlage für Diagnostik und Therapie in der TEN.

Anmeldung

12.03.2016 bis 13.03.2016 - € 280,00 exkl. MwSt.

Wege der Überlieferung | Peter Hochmeier

In den westlichen und östlichen heilkundlichen Traditionen stellt jene "Kunst" einen Kernaspekt dar, welche wir allgemein als "Spagyrik" oder auch als "Alchymie" bezeichnen. Beide Begriffe sind gleichbedeutend, der erste stammt aus dem griechischen, der letztere vermutlich aus dem zentralasiatischen Raum, wo noch heute in einem Dialekt "i-kymia" für "Trinkgold" steht, also die Kunst nach einem ihrer höchsten Produkte, dem Aurum Potabile benannt wurde.

Im Abendland wird in diesem Zusammenhang gerne Paracelsus zitiert, welcher in einer langen Reihe Kundiger, vor ihm und nach ihm stand und der wegen seiner aussagekräftigen Formulierungen beliebt ist. Solch ein paracelsisches Zitate-Konglomerat ist durchaus geeignet, die Sache zu beschreiben, i.e.:

"Drum so lern Spagyria, die sonst genannt Alchymia, die lernt das Rechte scheiden vom Falschen. Alchymie, das ist die Kunst des rechten Umgangs mit den Dingen der Natur. Welcher ist ein Alchymist? Der Ackermann, der Rebenmann, der Bäcker, der Weber und alle jene, welche die Dinge der Natur dem Menschen zum Nutzen bereiten. Das höchste aber ist die Arznei. Die Grundlage der Kunst ist ars signaturae, das ist die Kunst, die Zeichen an den Dingen zu erkennen. Ohne diese Kunst hat alles andere ein Loch."

So stellt die Spagyrik / Alchymie – basierend auf der Signaturenkunde – eine der vier Säulen der Heilkunst dar. Sie handelt von Naturverständnis, begreifen des Webwerks der Kräfte in Mensch, Natur und Kosmos, den Planetenkräften, den 5 Elementen, den Säften etc. und darüberhinaus von der praktischen Anwendung dieses Wissens in der Präparation von Essenzen, Quintessenzen, Elixiren und dergleichen aus den "Dingen der Natur", insbesondere Pflanzen, Mineralen und Metallen. Jener praktische Aspekt ist wesentlich und beweist gewissermaßen "im Feuer", im Tiegel oder in der Retorte die Stimmigkeit der zugrundeliegenden Naturphilosophie, welche – wiederum mit Paracelsus' Worten – "ihren Grund in der Natur haben muß – und nicht spintisierenden Köpfen entsprungen, welche ihr Wissen nur aus dem Polsterzipf ziehen".

Alchymie ist also durchaus als Kunsthandwerk zu verstehen und einzig als solches auch traditionell in hunderten authentischen Texten der letzten Jahrhunderte belegt. Es handelt sich dabei zweifellos um einen großen Schatz, welchen es innerhalb der abendländischen heilkundlichen Traditionen noch zu heben gilt und ebenso wieder in sein gebührliches Zentrum zu setzen, wie dies in den östlichen und indigenen Tradtionen bis heute der Fall ist.

Im indischen Ayurveda ist die Bezeichnung dieser Kunst Rasa Shastra, welches dieselbe Bedeutung hat, nämlich Wissen von den Naturkräften; vom Naturgeist; vom "Geschmack" bzw. vom Wirkenden in den Dingen der Natur (Rasa = Hermes; Merkur; der Naturgeist / Shastra = Wissenschaft). Gleich wie dort die Überlieferungen seit mindestens 6500 Jahren bewahrt wurden, gehen auch die abendländischen alchymistischen Traditionen soweit in der Zeit zurück, dass diese Kunst als "eine Zeitlose" bezeichnet wird, bzw. "Mutter Alchymia" als "Mutter der Heilkunst".

Anmeldung

16.04.2016 bis 17.04.2016 - € 280,00 exkl. MwSt.

Die Archetypen – Urprinzipien und ihre körperlichen Entsprechungen |
Dr. Ruediger Dahlke

Wer die Schicksalsgesetze verstanden und sich mit dem „Schattenprinzip“ angefreundet hat, braucht als konsequenten nächsten Schritt die 12 Lebens- oder Urprinzipien, um zu wirklicher Heilung und Vorbeugung fähig zu werden und Vorsätze zum Funktionieren zu bringen. Man muss Krankheit und andere Probleme ihrem Wesen nach verstehen, um sich freiwillig und rechtzeitig vor ihnen beugen zu können, bevor das Schicksal einen beugt. Dazu bedarf es der Kenntnis der 12 Lebensprinzipien.       

Um aus einem Unglücksraben einen Glückspilz zu machen, muss man das dahinter liegende uranische Lebensprinzip erkennen, um von der unerlösten Ebene des Problems auf die erlöste Ebene der Lösung schließen zu lernen, also vom Pechvogel zum Glückskind. So lassen sich für alle Probleme und nicht nur für Krankheitsbilder Lösungen finden. Allerdings sind manche Krankheitsbilder und Probleme komplexer und umfassen mehr als ein Lebensprinzip, aber auch den Umgang damit kann das Wochenend-Seminar erklären und lehren.                 

Plato sagte, hinter jedem Ding sei eine Idee. Die Urprinzipien  bilden die Ebene der Ideen ab, von der aus sich wirkliche Alternativen finden lassen, die ein Thema besser einlösen, als es etwa Krankheitssymptome oder Probleme können.              

So  lassen sich schon im Vorfeld und im Sinne von Vorbeugung bessere Wege finden, als es Krankheitsbilder sind. Und vor allem liegt hier auch der Schlüssel für effektive funktionierende Vorsätze nicht nur zu Sylvester.          

Auf der Grundlage der „Schicksalsgesetze“, der Spielregeln fürs Leben“ und des „Schattenprinzips“ ergibt sich so mit Hilfe der „Lebensprinzipien“ die Möglichkeit, vollends ins spirituelle Weltbild hineinzuwachsen, es nicht nur zu verstehen, sondern auch praktisch umzusetzen, um ein erfülltes und auf Befreiung zielendes glückliches Leben zu genießen.   

Anmeldung

21.05.2016 bis 22.05.2016 - € 280,00 exkl. MwSt.

Paracelsus und die Signaturlehre | Miriam Wiegele

„Wenn ihr Ärzte, Apotheker und Doktoren die Form, Farbe und den Geschmack aller Kräuter erfahren hättet, dann wäret ihr auf der richtige Bahn“, schrieb Paracelsus und meinte, dass es besser wäre „im Buch der Natur“ lesen zu lernen als in den „Elfenbeintürmen“ der  Studierstuben zu sitzen. „Nichts ist, was die Natur nicht gezeichnet habe und durch die Zeichen kann man erkennen, was im Gezeichneten verborgen ist“.

Dieses Modul soll dazu dienen, die Sinne für das Erkennen der Wirkung  der Heilpflanzen zu stärken. Signaturlehre ist durchaus auch in der heutigen Zeit aktuell und kann als Ergänzung zur Rationalen Phytotherapie helfen, die richtigen Heilpflanzen für den jeweiligen Patienten und seine Symptome zu finden. Vor allem beschäftigen wir uns auch mit der planetarischen Signaturlehre im Sinne von Paracelsus:   „...dass der Arzt wissen soll, dass im Menschen Sonne, Mond, Saturn, Mars, Merkur, Venus und alle Zeichen sind,...wenn er vom Grund der Arznei wissen will“.

Anmeldung

18.06.2016 bis 19.06.2016 - € 280,00 exkl. MwSt.

Verbindung zu den Wesen der Natur | Luisa Francia

An diesem Wochenende werden wir uns von den Wesen der Natur berühren lassen, um zur eigenen wilden Kraft, zur heilenden Energie zu gelangen. Bewegung in der Natur, Stimme, Rituale, Orakel führen uns tiefer in die eigene Heilkraft, in die Verbundenheit mit allem. Ich werde etwas über Sinn und Wirkung von Ritualen, über die spielerische Kraft erzählen.

Die Teilnehmenden brauchen Matte und Decke und weiche entspannte Kleidung. Enge Jeans und Strumpfhosen hindern uns daran mit unserem Körper, den Füßen, den Zehen in Verbindung zu kommen.

Anmeldung

15.08.2016 bis 20.08.2016 - € 780,00 exkl. MwSt.

Pflanzen/Exkursion | Univ.-Prof. Dr. Johannes Saukel
Praktische Phytotherapie | Miriam Wiegele


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