TEM-AKADEMIE

AKADEMIE FÜR TRADITIONELLE EUROPÄISCHE MEDIZIN TEM

Module - Ausbildung 1

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Modul 1 - Grundlagen


Philosophie
Ethik
Geschichte
Astromedizin (Signaturen)
Geomantie
Alchimie (Hermetik)

19. 04. 08

Ao. Univ.-Prof. Dr. Karl W. Kratky - Gemeinsamkeiten komplementärmedizinischer Richtungen
aus interkultureller Sicht

In der Vorlesung geht es um den Vergleich von Heilweisen, die aus verschiedenen Zeitaltern und Kulturen stammen. Dabei wird von der Frage nach Welt- und Menschenbildern ausgegangen.

Danach wird die Entwicklung im Westen betrachtet, wobei unter anderem Homöopathie und Schulmedizin zueinander in Beziehung gesetzt werden. Naturwissenschaftliche Ansätze der letzten 30 Jahre (Stichwort: Chaosforschung) ermöglichen hier neue Zugänge und Interpretationen. Dasselbe gilt für verschiedene aus dem Osten stammende Methoden, die in der Folge betrachtet werden, z. B. Ayurveda (Indien) und die Traditionelle Chinesische Medizin. In diesem Zusammenhang werden auch allgemeine Prinzipien bzw. Typeneinteilungen besprochen (von Menschen, Krankheiten ..), wobei sich im interkulturellen Vergleich vor allem Dreiertypologien herausschälen. Schließlich werden neuere Entwicklungen der westlichen Medizin (Psychoneuroimmunologie, Placeboforschung) mit alten ethnotherapeutischen Methoden verglichen. Insgesamt stellt sich heraus, dass es überraschend viele Gemeinsamkeiten zwischen zunächst ganz unterschiedlich wirkenden Richtungen gibt. Somit zeichnet sich ein transkultureller Rahmen ab.


20. 04. 08

Dr. med. Ruediger Dahlke - Der Körper als Spiegel der Seele

Ziel dieses Vortrages ist es Verständnis für das eigene Körperbild zu wecken und Frieden zu stiften zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Wie in Krankheitsbildern drücken sich auch in den typischen Formen des eigenen Körpers Aufgaben und Herausforderungen aus. Sie zu verstehen und anzunehmen, ist eine der großen Aufgaben und Chancen unseres Lebens. Wie schon bei den Krankheitssymptomen kann Verständnis für die seelischen Muster den Körper von seinen Darstellungsaufgaben entlasten. Wer im übertragen Sinn Gewicht erwirbt, wessen Leben wichtig wird, der braucht dieses Gewicht nicht stellvertretende dem eigenen Körper aufzubürden. Was immer wir seelisch verwirklichen, muss sich nicht mehr auf der stofflichen Ebene in den Vordergrund drängen. Wer lernt, sich durchzusetzen und im übertragenen Sinn Sitzfleisch zu entwickeln, entlastet sein Gesäß. Wer Kontakt zur Anima, der eigenen weiblichen Seite findet, und sich mit Mutter Erde aussöhnt, muss nicht im Sinne des Reithosenphänomens auf der Körperebene den Schwerpunkt so weit nach unten verlegen. Wer der großen Göttin, wie sie sich überall auf der Welt in üppigen Gestalten wie der der Venus von Willendorf zeigte, in seinem Leben gerecht wird, braucht nicht ihre überbordende Figur auf der physischen Formebene verwirklichen.

Nach der seit Krankheit als Weg bewährten Methode, können wir hinter jeder Form ihren Inhalt aufspüren und selbst noch aus der Gestalt unserer Ohren auf unser mitgebrachtes Weltverständnis schließen, die Breite unserer Schultern kann uns von unserer Belastbarkeit berichten und das Ausmaß unseres Kinns vom eigenen Willen künden.

Wer lernt, seinen Körper wie ein offenes Buch zu lesen, wird viel Neues und oft Wichtiges über sich, seine Aufgaben und Chancen erfahren. Er wird seinen Körper als Haus der Seele schätzen und vielleicht sogar lieben lernen und seinen Widerstand gegenüber Unveränderlichem aufgeben, das Veränderliche aber kompetenter und wirkungsvoller im eigenen Sinn beeinflussen. Nicht jeder kann jede Größe erreichen, aber jeder und vor allem jede kann zum eigenen Gewicht finden und damit glücklich werden.

Ganzheitsmedizin und Krankheit als Symbol

Nach einer Einführung in die Grundgesetze des Lebens wird Dr. Dahlke die Hierarchie innerhalb der medizinischen Disziplinen erklären wie sie in den klassischen Medizin Systemen vorherrschte und wie sie die moderne Medizin bestimmt. Anschließend werden die verschiedenen medizinischen Methoden unter besonderer Berücksichtigung der Psychosomatik eingeordnet und erklärt.

Weitere Informationen unter www.dahlke.at


17-18. 05. 08

Miriam Wiegele - Signaturlehre, die Zeichen der Pflanzen kennen lernen

Nichts ist, was die Natur nicht gezeichnet habe und durch die Zeichen kann man erkennen, was im Gezeichneten verborgen ist, sagte Paracelsus. Signaturlehre bedeutet, Augen und Intuition so zu schärfen, dass man die Heilwirkung der Pflanzen besser verstehen lernt.

Alle Signaturen lassen sich Planetenkräften zuordnen, auch dies ist auf Paracelsus zurückzuführen. Die kosmischen Kräfte geben den Pflanzen Signaturen, die durch Gestalt, Farbe, Geruch, etc. auf der Basis einer assoziativen Vorgangsweise dazu verhelfen, auf ihre heilkundliche Verwendung schließen zu können. Signaturlehre führt somit zu einem vertieften Verständnis für das Wesen und die Anwendung von Heilkräutern. Die Pflanzen begreifen zu lernen macht den Heilkundigen zum Heilkräuterkundigen.


07-08. 06. 08

Friedemann Garvelmann - Geschichte und Grundelemente der Traditionellen Naturheilkunde

Das Seminar behandelt die geschichtlichen Hintergründe der TEN und stellt deren wichtigste Vertreter vor.
Im zweiten Teil werden die grundlegenden Elemente der naturheilkundlichen Physiologie und Pathophysiologie besprochen: Dynamische und materielle Prozesse, Gesetze und Strategien naturgemässer Heilung, die verschiedenen 'Kräfte'; Qualitäten und Bedeutung der Kardinalsäfte.


07-12. 07. 08 ganze Woche

Peter Hochmeier

Themen:

Gemeinsamkeiten und Ergänzungen der Elementelehre bei Paracelsus, Aristoteles, im Ayurveda, in der chinesischen Medizin und in den abendländischen Traditionen von Spagyrik, Alchymie und Iatrochymie.

Von der Sprache der Natur (Signaturenkunde) zur Befundung des Menschen und zum philosophischen Hintergrund spagyrisch-alchymistischer Laborpraxis. Wesen und Anwendung der 3 philosophischen Prinzipien in heilkundlicher und laborantischer Praxis. Die Planetenkräfte. Hermetik. Bildersprache und Allegorien. Alchymie und Schamanismus initiatische Wissenschaften.

Zur Geschichte der Alchymie und der Bedeutung von Spagyrik, Alchymie und Iatrochymie in der Naturheilkunde. Was sind abendländische Traditionen Vergleiche mit den Traditionen der indischen, tibetischen und chinesischen Medizin. Über die deutschsprachige Fachliteratur seit dem 14. Jhdt. Verfügbarkeit, Bewertung, Nutzen. Alchymisten (Tölde, Flamel, Basilius, Kunckel, etc.) und Iatrochymiker (Paracelsus, Cardilucio, Carrichter, Crügner, Agricola,...). Alchymistisches Wissen in der Volksheilkunst.

Zur gegenwärtigen Situation klassischer iatrochymischer Präparate am Beispiel von Schwefelbalsam, Pflanzensalzen und den Aurum potabiles.

Die klassischen Verfahren der spagyrischen Pflanzenpräparation ( Tinktur Essenz Quintessenz Elixir). Laborpraxis mit einfachem Arbeitsgerät. Überblick über die alten und modernen Gerätschaften der alchymistischen Handwerkskunst.

Praxisbeispiele zur spagyrischen Präparation von Metallen, Mineralen und Edelsteinen. Über die Qualitäten der Metalle aus hermetischer Sicht. Die Präparation der ayurvedischen Bhasmas vom Blickwinkel der abendländischen Traditionen.

Erläuterung der spagyrisch-alchymistischen Termini und Produktbezeichnungen anhand der traditionellen Herstellungsverfahren. Vergleiche gängiger Produkte.



3 Wochenenden + 1 Woche
Kosten € 1500,-